6. Wiener Werkstätte – 4 Bauhausstil, Modern Art Designs als Dekostoffe

NEU!: geometrische Designs von Professor Hoffmann und Professor Koloman Moser aus der Zeit um 1900 als weichfallende Dekostoffe oder Polsterstoffe

Bisher gab es die Stoffe der Wiener Werkstätte nur in festeren Qualitäten. Seit kurzem gibt es endlich auch eine weichfallende Dekoqualität in verschiedenen Designs. Da wären zunächst 4 Entwürfe von Prof. Josef Hoffmann, die sowohl als Polsterstoff als auch mit größerem Muster als weichfließender Dekostoff erhältlich sind.
Die Stoffe sind neben Creme- und Grautönen und auffälligen schwarz – weiß – grau Kontrasten auch in den zu dieser Zeit beliebten Pudertönen malve/ helles rose`, mint-/ lindgrün und blassblau erhältlich.
Es handelt sich um folgende Designs:
„Streber“ und „Artemis“, typische Muster aus dem geometrisch reduzierten Repertoire Hoffmanns, „Hygiea“ und „Ravenna“, die beide Zackenmuster in Längsrichtung mit anderen geometrischen Elementen kombinieren.

„Streber“ ist der früheste Entwurf. 1903 wurde die Wiener Werkstätte gegründet und spätestens 1904 werden erste Stoffe nach Entwürfen von Hoffmann im Auftrag der Wiener Werkstätte gewebt; für das Sanatorium Purkersdorf sind vier Muster belegt: „Notschrei“, „Sehnsucht“, „Streber“ und der unter der Nummer BH5226 geführte Entwurf. JU1955 „Sehnsucht“ ist bereits seit einigen Jahren erhältlich.

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„Streber“ 1904
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„Sehnsucht“ 1904
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„Notschrei“ 1904
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Design „5226“ 1904
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Purkersdorf Schreibzimmer

Der Erweiterungsbau des Sanatoriums Westend in Purkersdorf war ein Musterbau der Wiener Moderne („hygienische Moderne“), bei dem das Prinzip des Gesamtkonzepts verwirklicht wurde. Die ganze Formgebung leitete sich vom Quadrat ab.
Ganz typisch für seine frühen Entwürfe (geometrisch reduzierte Phase) auch hier die von einer einfachen geometrischen Figur – bei Streber sind es unterschiedlich große Dreiecke – unterbrochenen Längslinien. Genial einfach und einfach genial durch die farblich abgesetzten Linien und den Kontrast zwischen seidenmatt schimmernden Hintergrund und aufgewebten Dreiecken!

Der jeweils mit größerem Muster gewebte Deko lässt sich fantastisch mit dem kleinrapportigen Polsterstoff kombinieren. So können zu Dekoschals zum Beispiel Sofakissen im gleichen Design kombiniert werden. Oder ein repräsentatives Sitzmöbel/ Einzelstück mit einem passenden Polstertsoff veredelt den Wohnraum, luftige Schals umrahmen die Fenster. Im Schlafbereich können Schals oder Vorhänge mit passend bezogenen Zierkissen und einer Tagesdecke aus dem festeren Stoff den Raum beispielsweise in Kombination mit einem Boxspringbett und einem großflächigen Schwebetürenschrank ein edles Modern Art Ambiente verleihen. Die Dekos lassen sich auch sehr gut aufliegend dekorieren oder als Flächenvorhänge verarbeiten!

Von Prof. Koloman Moser gibt es ausgefallene Flächenmuster als Dekostoffe – mit „Forellenreigen“ und „Vogel Bülow“zwei auffällige Tiermotive – und zwei Designs mit geschwungenen Formen.

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Design „Föhn“

Alle Entwürfe finden sich in in der Zeitschrift „Ver Sacrum“ Jahrgang 1899. Der Forellenreigen ist Koloman Mosers Interpretation einer japanischen Katagami Schablone, erhältlich in wunderschönen Farbkombinationen von dezent bis Blickfang. Dieses Design zieht Blicke auf sich und will gebührend präsentiert werden 🙂 oder dem Raum in Form von Wohnaccessoires ein besonderes Flair schenken.

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Mich hat es sehr inspiriert und entstanden ist meine Fische-Kissenkollektion.
Der Vogel Bülow ist ebenfalls etwas Besonderes – genau wie bei verschiedenen Zeichnungen des niederländischen Künstlers M.C.Escher greifen die Motive – abwechselnd schwarz oder naturweiß – lückenlos ineinander. Ein Vogel ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Besondere Akzente wären durch eine individuelle Koloration denkbar. Das Design ist in zwei Größen erhältlich – das kleinere Muster eignet sich besonders für Accessoires wie Kissen, Tagesdecken, Platzsets oder Tischbänder. Lassen Sie sich einfach inspirieren

Das Design Föhn gibt es in einem edlen Cremeton, bei dem sich das Muster matt vom seidenglänzenden Untergrund abhebt, oder in einem auffälligen schwarz-weiß Kontrast. Die Seifenblasen gibt es in naturweiß oder schwarz – der Stoff ist beidseitig verwendbar. Beide Stoffe sind sowohl als Dekoschals, als auch für Flächenvorhänge oder Raffrollos geeignet. Föhn gibt es auch als objektgeeigneten Polsterstoff in schwarz oder grau.

„Von der Stange“ gibts überall, bei Almerlin gibt es Wohntextilien mit Geschichte, Vergangenheit, Faszination, Hintergrund und ganz sicher Zeitlosigkeit? Geben Sie Ihren Räumen ein eigenes Gesicht, eine eigenwillige Persönlichkeit, die Sie widerspiegelt. 😉

4. Der schöpferische Motor der Wiener Werkstätte… Professor Josef Hoffmann

Mir die gefallen die geschwungnen floralen Motive oder die stark mittelalterlich inspirierten Blumendesigns des englischen Jugendstil genauso wie die stilisierten, kleinrapportigen, floral inspirierten Muster der Wiener Werkstätte und natürlich ihre avantgardistischen, streng geometrischen Muster, die ganz dem Bauhausstil entsprechen. Diese Designs sind untrennbar mit dem Namen von Professor Josef Hoffmann verbunden – kein anderer prägte…

5. Restaurierung eines Josef Hoffmann Cabinet Sessels

Restaurierung und Neubezug eines originalen Bauhausstil „Cabinet“ Sessels, entworfen von Professor Hoffmann Die „Cabinet“ Sitzmöbel wurden von Josef Hoffmann ursprünglich für die Wohnung Dr. Salzer in Wien entworfen. Sie sind ganz und gar kubisch aus der Form eines Würfels heraus designed und haben keinerlei geschwungene Formen. Obwohl 1903 entstanden, sind sie ganz und gar das,…