Bauhausstil "Hoffmann Leone" Hell

Artikel-Nr.: JU2080 + Farbnummer NEU
Lfd. Meter: 149,00 €
Entwurf: Wien Prof. Josef Hoffmann
Breite: ca. 140 cm
Musterrapport: ca. 8 cm, Kästchen ca. 1 x 1 cm
Material: 72% CO, 19% PA, 9% CV
Hintergrund: naturweiß mit Muster rot (80), hellgrau (81), grau (82), taubenblau (83), ocker (84) siehe Fotos
Verwendung: Polsterstoff
Strapazierwert: mittlerer Strapazierwert
Lieferzeit: ca. 10 Tage
Mindestbestellmenge: 1 Meter

Ein ganz typisches kleingeometrisches Bauhausdesign mit starker Webstruktur. So entstehen nicht nur gerade Linien mit Unterbrechungen, sondern auch noch feine plastisch wirkende Quadrate. Neben klassischen Grautönen und einem beige, das sehr gut zu hellem Holz passt, gibt es auch ein kräftiges rot und ein taubenblau.
Gerade mit dem Rot kann man tolle Akzente setzen - zumal es auch auf schwarzem Grund erhältlich ist!

Auf Nachfrage gibt es das Design auch mit grün.


Stoffe der Wiener Werkstätte

Die Wiener Werkstätte war ein Zusammenschluss von bildenden Künstlern – Architekten, Malern etc. – deren Anspruch es war, funktionalen Gegenständen des Alltags eine ästhetisch ansprechende Form zu geben.

Um die Jahrhundertwende entwarf ein Architekt nicht nur ein Gebäude, sondern übernahm auch die komplette Innenraumgestaltung von den Türen, Böden, Möbeln bis zu den Musterungen der Tapeten, Teppiche, Gardinen, Polsterstoffe, Lampen oder des Porzellans. Er erstellte ein Gesamtkunstwerk, welches Funktion, Anspruch und Ästhetik vereinte. Professor Josef Hoffmann verkörpert dieses Prinzip wie kein Anderer.

Als Mitglied des Deutschen Werkbundes kam er natürlich auch mit den „Bauhäuslern“ in Berührung und diese mit ihm.

Für die Umsetzung seiner Ideen und zeichnerischen Entwürfe war der Architekt auf die Zusammenarbeit mit kreativen und flexiblen Handwerksfirmen angewiesen – Tischlereien, Zimmermannsbetriebe, Porzellanmanufakturen und natürlich auch Webereien. Im stetigen Dialog erfuhr der Künstler, inwieweit seine Vorstellungen technisch umsetzbar waren, die Firma hatte die Möglichkeit, ihr handwerkliches Können in zeitgenössisch-moderner Form umzusetzen und dadurch eine gute Auftragslage.

Das ist übrigens der große Unterschied zum Bauhaus: Den Designern des Bauhaus ging es darum, lebenswertes Wohnen für Viele zu ermöglichen mit Baukastensystemen, die sich günstig fertigen und platzsparend aufbauen ließen. Architekten wie Josef Hoffmann wollten eher das perfekte Gesamtdesign am und im einzelnen Objekt. Wohnen im Gesamtkunstwerk.

Bis etwa 1912 ließ die WW ihre Stoffe fast ausnahmslos bei der seit 1849 bestehenden Weberei Backhausen fertigen, mit deren damaligen Inhaber Prof. Josef Hoffmann sie bald eine Freundschaft verband – die für Bekleidung und Accessoires hergestellten Druckstoffe nach 1911 wurden anderweitig hergestellt. Aus diesem Grund erhielt die Firma Backhausen 1932 nach Aufgabe der WW auch die Originalentwürfe zum exklusiven Vertrieb. Es handelt sich um etwa 3500 Entwürfe. Bis heute wurden erst ca. 1500 Entwürfe gesichtet – also ein unermesslicher Schatz!

Wenn man heute einen solchen Stoff kauft, kauft man also einen Originalstoff, bei dem der Entwurf des Künstlers genau seinen Vorstellungen entsprechend umgesetzt wird. Das ist einzigartig!

Sie interessieren sich für die Wiener Werkstätte? Dann lesen Sie doch unsere Blogbeiträge wie beispielsweise Entstehung, Entwicklung, Ziele der Wiener Werkstätte oder Professor Hoffmann und die Wiener Werkstätte