Wiener Werkstätte "Herzblume" 11 Farben

Artikel-Nr.: JU1840
Lfd. Meter: 109,90 €
Entwurf: Wiener Werkstätte 1914
Breite: ca. 140 cm
Musterrapport: ca. 8 cm
Material: 76%CO, 24%PA
Hintergrund: hell, Muster in 11 Farben erhältlich, bitte auf Foto klicken
Verwendung: Polsterstoff
Strapazierwert: hoher Strapazierwert
Lieferzeit: 10 Tage
Mindestbestellmenge: 1 Meter

Hier ein flächendeckendes, ganz typisches Design aus der Zeit um 1914. Stilisierte Blüten, die mich tatsächlich ein wenig ans Corona-Virus erinnern ;-), umgeben von herzförmigen Blättern. In diesem Stil haben alle Designer der Wiener Werkstätte damals entworfen, ob Prof. Josef Hoffmann, Dagobert Peche oder Eduard Wimmer-Wisgrill. Ich finde die sanfte Farbpalette ausgesprochen schön, die sich im Raum zurücknimmt und doch das Muster bestens zur Geltung bringt. Der Stoff eignet sich für alle Arten von Wohntextilien.
Sehr gut kombinierbar mit dem UNI Polsterstoff "Wolle Melange".



erhältliche Farben:
JU1840-00 creme
JU1840-41 sandbeige
JU1840-42 hellgrau
JU1840-43 dunkelgrau
JU1840-44 lachsrot
JU1840-45 malve-rosa-orange
JU1840-455 pink
JU1840-46 grün
JU1840-47 blau-violett
JU1840-48 gelb
JU1840-49 grau-helltürkis

Stoffe der Wiener Werkstätte von der Weberei Backhausen

Die Wiener Werkstätte war ein Zusammenschluss von bildenden Künstlern – Architekten, Malern etc. – deren Anspruch es war, funktionalen Gegenständen des Alltags eine ästhetisch ansprechende Form zu geben.

Um die Jahrhundertwende entwarf ein Architekt nicht nur ein Gebäude, sondern übernahm auch die komplette Innenraumgestaltung von den Türen, Böden, Möbeln bis zu den Musterungen der Tapeten, Teppiche, Gardinen, Polsterstoffe, Lampen oder des Porzellans. Er erstellte ein Gesamtkunstwerk, welches Funktion, Anspruch und Ästhetik vereinte.

Für die Umsetzung seiner Ideen und zeichnerischen Entwürfe war der Architekt auf die Zusammenarbeit mit kreativen und flexiblen Handwerksfirmen angewiesen – Tischlereien, Zimmermannsbetriebe, Porzellanmanufakturen und natürlich auch Webereien. Im stetigen Dialog erfuhr der Künstler, inwieweit seine Vorstellungen technisch umsetzbar waren, die Firma hatte die Möglichkeit, ihr handwerkliches Können in zeitgenössisch-moderner Form umzusetzen und dadurch eine gute Auftragslage.

Bis etwa 1912 ließ die WW ihre Stoffe fast ausnahmslos bei der seit 1849 bestehenden Weberei Backhausen fertigen, mit deren damaligen Inhaber Prof. Josef Hoffmann sie bald eine Freundschaft verband – die für Bekleidung und Accessoires hergestellten Druckstoffe nach 1911 wurden anderweitig hergestellt. Aus diesem Grund erhielt die Firma Backhausen 1932 nach Aufgabe der WW auch die Originalentwürfe zum exklusiven Vertrieb. Es handelt sich um etwa 3500 Entwürfe. Bis heute wurden erst ca. 1500 Entwürfe gesichtet – also ein unermesslicher Schatz!

Wenn man heute einen solchen Stoff kauft, kauft man also einen Originalstoff, bei dem der Entwurf des Künstlers genau seinen Vorstellungen entsprechend umgesetzt wird. Das ist einzigartig!

Sie interessieren sich für die Wiener Werstätte? Dann lesen Sie doch unsere Blogbeiträge wie beispielsweise Professor Hoffmann und die Wiener Werkstätte