Bauhausstil "Hoffmann Zickzack" paarweise

Artikel-Nr.: JU2060 + Farbnummer NEU
Lfd. Meter: 149,00 €
Entwurf: Wien Prof. Josef Hoffmann
Breite: ca. 140 cm
Musterrapport: ca. 8 cm, ein Zackenstreif 4,5 cm
Material: 75% CO, 18% PA, 7% CV
Hintergrund: naturweiß oder schwarz, hellgrau (61), grau (62), schwarzweiß (63), weiß rot (67), rot weiß (66), weiß blau (65), blau weiß (64), siehe Fotos
Verwendung: Polsterstoff
Strapazierwert: mittlerer Strapazierwert
Lieferzeit: ca. 10 Tage
Mindestbestellmenge: 1 Meter

Ein wirkungsstarkes kleingeometrisches Bauhausdesign Webstruktur. Hier wirken Farben und Zacken - letztere wie ein Ausrufungszeichen im verschobenen Blockdesign. Dieses Design gibt es in verschiedenen "Farbpaaren", die sich gut kombinieren lassen. Außerdem passt es sehr gut zu JU2080 "Leone" siehe Fotos. Ob Stühle oder Kissen - setzen Sie Akzente: gleiches Design, verschiedene Farben oder gleiche Farbe, zwei Designs. Wir beraten Sie gern!

Auf Nachfrage gibt es das Design auch mit grün oder ocker.


Stoffe der Wiener Werkstätte

Die Wiener Werkstätte war ein Zusammenschluss von bildenden Künstlern – Architekten, Malern etc. – deren Anspruch es war, funktionalen Gegenständen des Alltags eine ästhetisch ansprechende Form zu geben.

Um die Jahrhundertwende entwarf ein Architekt nicht nur ein Gebäude, sondern übernahm auch die komplette Innenraumgestaltung von den Türen, Böden, Möbeln bis zu den Musterungen der Tapeten, Teppiche, Gardinen, Polsterstoffe, Lampen oder des Porzellans. Er erstellte ein Gesamtkunstwerk, welches Funktion, Anspruch und Ästhetik vereinte. Professor Josef Hoffmann verkörpert dieses Prinzip wie kein Anderer.

Als Mitglied des Deutschen Werkbundes kam er natürlich auch mit den „Bauhäuslern“ in Berührung und diese mit ihm.

Für die Umsetzung seiner Ideen und zeichnerischen Entwürfe war der Architekt auf die Zusammenarbeit mit kreativen und flexiblen Handwerksfirmen angewiesen – Tischlereien, Zimmermannsbetriebe, Porzellanmanufakturen und natürlich auch Webereien. Im stetigen Dialog erfuhr der Künstler, inwieweit seine Vorstellungen technisch umsetzbar waren, die Firma hatte die Möglichkeit, ihr handwerkliches Können in zeitgenössisch-moderner Form umzusetzen und dadurch eine gute Auftragslage.

Das ist übrigens der große Unterschied zum Bauhaus: Den Designern des Bauhaus ging es darum, lebenswertes Wohnen für Viele zu ermöglichen mit Baukastensystemen, die sich günstig fertigen und platzsparend aufbauen ließen. Architekten wie Josef Hoffmann wollten eher das perfekte Gesamtdesign am und im einzelnen Objekt. Wohnen im Gesamtkunstwerk.

Bis etwa 1912 ließ die WW ihre Stoffe fast ausnahmslos bei der seit 1849 bestehenden Weberei Backhausen fertigen, mit deren damaligen Inhaber Prof. Josef Hoffmann sie bald eine Freundschaft verband – die für Bekleidung und Accessoires hergestellten Druckstoffe nach 1911 wurden anderweitig hergestellt. Aus diesem Grund erhielt die Firma Backhausen 1932 nach Aufgabe der WW auch die Originalentwürfe zum exklusiven Vertrieb. Es handelt sich um etwa 3500 Entwürfe. Bis heute wurden erst ca. 1500 Entwürfe gesichtet – also ein unermesslicher Schatz!

Wenn man heute einen solchen Stoff kauft, kauft man also einen Originalstoff, bei dem der Entwurf des Künstlers genau seinen Vorstellungen entsprechend umgesetzt wird. Das ist einzigartig!

Sie interessieren sich für die Wiener Werkstätte? Dann lesen Sie doch unsere Blogbeiträge wie beispielsweise Entstehung, Entwicklung, Ziele der Wiener Werkstätte oder Professor Hoffmann und die Wiener Werkstätte