Wandteppich „Artus Sage Lady of Shalott“

Artikel-Nr.: W6400
Größe 1: H: 75 cm - B: 99 cm - Preis: 189,00 €
Größe 2: H: 100 cm - B: 132 cm - Preis: 319,00 €
Größe 3: H: 146 cm - B: 196 cm - Preis: 799,00 €
Material: 64% CO, 19% AC,9% WO, 8% PES
Lieferzeit: ca. 7 Tage

Dieser hochwertige Wandteppich mit sehr fein nuancierter Oberfläche entstand nach der Illustration von John Waterhouse zu der Ballade "The Lady of Shalott" von Alfred Lord Tennyson. Die Lady lebt auf der Insel Shalott im Fluß bei Camelot zu Zeiten von König Artus und Sir Lancelot.


Weiterführende Infos zu „Lady of Shalott“

Die Lady von Shalott (1842)
Die Lady von Shalott

Alfred Lord Tennyson
wunderschön vertont von Loreena McKennitt: http://www.youtube.com/watch?v=MU_Tn-HxULM

Auf jeder Seite des Flusses gleich neben der Heidelandschaft
liegen weitläufige Gersten- und Roggenfelder,die den Himmel zu berühren scheinen.
Mitten durch das Feld führt die Straße zum vieltürmigen Camelot.
Die Leute, die vorbeikommen,schauen nach den Lilien, die dort um eine Insel herum blühen,
die Insel von Shalott.

Weiden ergrauen, Espen erzittern, eine leichte Brise streicht uuml;ber die Wellen,
die seit Ewigkeiten die Insel umspülen, die Insel im Fluss nach Camelot.
Vier graue Mauern und vier graue Türme überragen ein Meer von Blumen
und die stille Insel umschließt
die Lady von Shalott

Nur die Schnitter, die frühmorgens draußen in der reifen Gerste arbeiten,
hören ein Lied, das glockenhell vom Fluss herüberklingt,
der sich zum vieltürmigen Camelot herunterwindet.
Und wenn der Mond schon am Himmel steht,flüstert der müde Schnitter,
der die Garben im luftigen Hochland bündelt: Das ist die Fee,
die Lady von Shalott

Dort webt sie Tag und Nacht ein magisches Tuch in leuchtenden Farben.
Denn sie hat eine Stimme flüstern hören, dass Unheil über sie kommen wird,
wenn sie ihre Arbeit unterbricht, um auf Camelot hinunterzusehen.
Und da sie die Art des Unheils nicht kennt, webt sie unaufhörlich,
da sie kaum eine andere Wahl hat:
die Lady von Shalott

Und in dem magischen Spiegel, der all die Jahre vor ihr hängt, erscheinen die Schatten der Welt:
sie sieht die Straße, die sich nach Camelot hinunterwindet, ganz nah …..
und manchmal reiten durch den blauen Spiegel paarweise die Ritter,
aber sie hat keinen treuen Ritter, der zu ihr hält,
die Lady von Shalott
Lady von Shalott

Trotzdem bereitet es ihr immer noch Freude, die magischen Erscheinungen des Spiegels
in ihr Tuch einzuweben. Gar oft bewegte sich durch die stillen Nächte ein Trauerzug,
geschmückt mit Federn und Lichtern inmitten von Musik nach Camelot.
Oder als der Mond am höchsten stand kamen zwei spät verheiratete junge Liebende.
„Ich bin halb krank von den Schattenbildern“,
sagt die Lady von Shalott

Nur einen Bogenschuß von ihrer Kemenate entfernt ritt zwischen den aufgestellten Gerstegarben
mit von der durch die Blätter fallenden Sonnenstrahlen leuchtenden Beinschienen
Sir Lanzelot. In seinem Schild, der im gelben Felde blitzte,
kniete ein Ritter vor einer Dame,
nicht weit entfernt vom Shalott

Seine breiten Augenbrauen leuchteten in der Glut der Sonne, auf glühenden Hufen flog sein Streitross dahin.
Unter seinem Helm wallten pechschwarze Locken hervor
auf seinem Ritt nach Camelot. Vom Flussufer her erschien er in dem Spiegel
„Tirra, lirra!“ sang Sir Lancelot

Sie aber verließ ihren Webstuhl, verließ ihr Tuch und machte nur drei Schritte
durch den Raum. Sie sah die Wasserlilien blühen, sie sah den Helm und Federschmuck,
und schaute hinunter nach Camelot. Das Tuch flog hinaus und trieb auf dem Wasser.
Der Spiegel zerbrach. „Das Unheil ist über mich gekommen!“
rief die Lady von Shalott

Die fahlen Wälder ächzten im Nordoststurm. Der Fluss stöhnte in seinem Bett,
der tiefhängende Himmel regnete sich über dem vieltürmigen Camelot aus.
Sie aber ging nach unten, fand ein Boot unter der Weide im Wasser liegen
und schrieb an seinen Bug:
die Lady von Shalott

Mit gläsernem Angesicht blickte sie den trüben, nebligen Fluß entlang nach Camelot,
wie jemand, der in Trance sein eigenes Unglück erkennt.
Aber als der Tag sich neigte, löste sie die Bootskette und legte sich nieder
und der breite Strom trug sie sehr weit fort,
die Lady von Shalott

Ganz und gar in ein weißes, wehendes Gewand gehüllt lag sie in ihrem Boot,
das sie durch das Wispern der anbrechenden Nacht nach Camelot trug.
Und über die Weiden und Felder an den Ufern hörte man sie ihr letztes Lied singen,
die Lady von Shalott

Lady of Shalott
Aber sie hörte einen heiligen, traurigen Lobgesang bald laut, bald leise vorgetragen,
bis ihr Blut allmählich erstarrte und ihr Augenlicht dunkler und dunkler wurde
gerichtet auf das vieltürmige Camelot.
Sie starb noch ehe sie auf einer Welle das erste Haus am Ufer erreichte
mit ihrem Gesang auf den Lippen,
die Lady von Shalott

Unter Türmen und Balkonen, an Gartenmauern und Säulenhallen vorbei,
glitt sie als leuchtend schimmernde totenblaße Gestalt durch Camelot.
Hinaus zum Hafendamm liefen die Ritter, Bürger, die Herren und Damen,
und am Bug lasen sie ihren Namen:
die Lady von Shalott

„Wer ist das und was ist hier los?“ Und im hell erleuchteten Palast verstummte der königliche Trubel
und die Ritter von Camelot bekreuzigten sich vor Furcht.
Aber Lancelot überlegte eine Weile und sagte dann: „Sie hat ein hübsches Gesicht.
Möge Gott in seiner Barmherzigkeit ihr seine Gnade verleihen,
der Lady von Shalott